Medizinische Informationen über die weibliche Brust

Mammographie

Als Mammographie wird eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust bezeichnet. Der Begriff setzt sich aus dem lateinischen Fachausdruck „mamma“ (Brust) und „graphie“ (griechisch Darstellung) zusammen. Eine Mammographie ermöglicht die Früherkennung von Brustgewebsveränderungen, die weder mit den Fingern ertastet werden können, noch optisch sichtbar sind.

Wie läuft eine Mammographie ab?

Um ein so genanntes Mammogramm, eine Bildaufnahme des Inneren der Brust, zu erstellen, wird die Brust zwischen zwei Kunststoffplatten gedrückt während ein Mammographiegerät eine Aufnahme macht. Zwar kommt es hierbei - wie bei jeder Röntgenaufnahme - zu einer Strahlenbelastung, diese fällt allerdings sehr gering aus und steht in keinem Vergleich zu den Vorteilen einer Mammographie. Die von vielen Frauen zuerst angefragte Ultraschalluntersuchung ist für die Brustkrebsfrüherkennung nicht aussagekräftig genug und kommt meist nur als ergänzende Methode bei unklarem Röntgenbefund zum Einsatz.

Eine Mammographie ist die beste Methode um Tumoren in der Brust zu entdecken, solange sie noch sehr klein und damit einfach zu beseitigen sind. Ein positiver Befund der Mammographie ist allerdings nicht mit Brustkrebs gleichzusetzen. Bei Vorliegen eines Knotens entscheidet der behandelnde Arzt, ob die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) erforderlich ist, oder der Knoten vorläufig nur beobachtet werden soll. Hält der Arzt eine Biopsie für sinnvoll, wird in einem ambulanten Eingriff mit Hilfe einer dünnen Nadel und einer Spritze ein winziges Stück Gewebe aus dem verdächtigen Gewebe entfernt. Nur bei 5%* aller Mammographien, die jedes Jahr durchgeführt werden, ist eine Gewebeentnahme notwendig.

Wer sollte eine Mammographie machen lassen?

Bis vor kurzem wurde die Mammographie in erster Linie eingesetzt, wenn eine Patientin über Schmerzen in der Brust klagte, diese aber nach einer herkömmlichen Untersuchung nicht erklärt werden konnten. Inzwischen empfehlen viele Ärzte Frauen ab 35 Jahren eine Mammographie - im Abstand von mehreren Jahren. Allerdings wird eine Mammographie erst ab dem 50. Lebensjahr von Krankenkassen übernommen, da es besonders im Alter zwischen 50 und 69 vermehrt zu Brustkrebs kommen kann.

Für Frauen dieser Risikogruppe wird ein so genanntes Mammographie-Screening angeboten, das heißt, eine Reihenuntersuchung zur Krebsfrüherkennung. Am Screening teilnehmende Frauen werden alle zwei Jahre zu einer Früherkennungsuntersuchung eingeladen. Mit Hilfe dieser regelmäßigen Untersuchung können selbst kleinste Gewebeveränderungen erkannt und gegebenenfalls sofort behandelt werden.

*mammografie-screening.org / Die Mammographie

KURZ-INFO

Eine Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust und dient der Brustkrebs Früherkennung. Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Mammographie ab dem 50. Lebensjahr. Mit Hilfe einer Mammographie kann ein Tumor frühzeitig erkannt und behandelt werden. Einige Ärzte empfehlen eine Mammographie schon für Frauen ab 35.