Medizinische Informationen über die weibliche Brust

Brustkrebs Früherkennung

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 47.000 Frauen an Brustkrebs, cirka 17.600 Frauen sterben pro Jahr aufgrund der Erkrankung*. Eine effiziente Früherkennung ist unabdingbar, um eine rechtzeitige Behandlung zu gewährleisten. Derzeit stehen zur Früherkennung (Screening) verschiedene bildgebende Verfahren wie die Röntgenuntersuchung ( Mammographie) oder die Ultraschalluntersuchung zur Verfügung.

Früherkennung rettet Leben

Je früher Brustkrebs erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die Suche nach dem Tumor in der Brust wird als Screening bezeichnet. Solange sich der Tumor nicht außerhalb der Brust befindet und einen Durchmesser von einem Zentimeter nicht überschreitet, beträgt die Heilungschance bis zu 95 Prozent*.

Die Mehrzahl aller Tumore in der Brust wird bei einer Selbstuntersuchung entdeckt. Die kleinen, festen Knötchen befinden sich häufig im oberen Viertel der Brust und sind im Anfangsstadium in der Regel schmerzlos, weshalb sie oft unerkannt bleiben. Am besten ist deshalb eine regelmäßige ärztliche Tastuntersuchung, die bei Frauen ab 35 mit einer Röntgenaufnahme der Brust, der so genannten Mammographie, verbunden sein sollte.

Entdeckt man einen kleinen Knoten, muss dies allerdings nicht gleich Brustkrebs bedeuten. Oftmals kommt es innerhalb eines Menstruationszyklusses zur Bildung von Knötchen, die sich nach einigen Tagen zurückbilden. Bleiben Knoten in der Brust bestehen, ist es ratsam sofort einen Arzt aufzusuchen. Betroffene Frauen sollten trotzdem nicht gleich das Schlimmste annehmen: Die meisten Gewebeveränderungen in der Brust sind gutartig und entfernbar.

Anzeichen für Brustkrebs

Brustkrebs ist allerdings nicht unweigerlich mit einer Knotenbildung in der Brust verbunden. Weitere mögliche Anzeichen oder Symptome von Brustkrebs sind:

Empfindlichkeiten oder Schmerzen in der Brust
Veränderungen von Größe oder Form der Brust
Haut- und Strukturveränderungen
Sektrektabsonderungen der Brustwarze
Schwellungen im Bereich der Oberarms oder in der Achselhöhle
Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit

Früherkennung - was bezahlt die Krankenkasse?

Die Kosten für ein regelmäßiges Screening werden in Deutschland erst ab dem 50. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen. Viele Ärzte empfehlen jedoch, die erste Mammographie schon im Alter von 35 bis 40 durchzuführen - allerdings auf eigene Kosten.

Liegt bei einer Patientin ein besonderes Risiko vor, beispielsweise durch vermehrte Brustkrebsfälle in der Familie, wird die Mammographie in der Regel auch schon in jüngeren Jahren von der Krankenkasse bezahlt. Die veränderten Früherkennungsangebote in Deutschland und in anderen europäischen Ländern haben in den letzten Jahren zu einer signifikanten Senkung der Sterblichkeitsrate geführt*.

*Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Aufbau eines flächendeckenden Mammographie-Screenings in Deutschland
*Brigitte.de: Brustkrebs-Vorsorge
*Krebs-Informationsdienst: Brustkrebs - ein Überblick

KURZ-INFO

Je früher Brustkrebs erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die meisten Veränderungen in der Brust werden bei einer Tastuntersuchung entdeckt. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um gutartige Zysten. Spätestens ab dem 50. Lebensjahr empfehlen Ärzte eine regelmäßige Mammographie (Röntgen-Untersuchung) der Brust.