Medizinische Informationen über die weibliche Brust

Brustkrebs

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In den meisten Fällen sind die erkrankten Frauen über 60 Jahre alt.* Doch auch junge Frauen und sogar Männer können an Brustkrebs erkranken. Brustkrebs kann, je früher er erkannt wird, heutzutage sehr gut behandelt werden. Nur in wenigen Fällen, in denen die Krebszellen schon über das Brustgewebe hinaus gewachsen sind, ist es notwendig, die gesamte Brust chirurgisch zu entfernen.

In der weiblichen Brust können sowohl gutartige wie auch bösartige Tumoren (lat. Für Schwellung) wachsen. Rund dreiviertel aller Brusttumoren sind gutartig - sie gehen häufig vom Bindegewebe oder vom Fettgewebe aus und verschwinden in einigen Fällen ohne jegliche Behandlung. Bösartige Tumore dagegen entwickeln sich im Drüsengewebe der Brust und entwickeln häufig Metastasen (Tochtergeschwülste). Durch das erweiterte Früherkennungsangebot konnten in den letzten Jahren deutlich mehr bösartige (maligne) Karzinome erfolgreich behandelt werden, als noch vor zehn Jahren.

Risikofaktoren

Die Risikofaktoren für Brustkrebs sind unterschiedlich. Neben hormonellen Faktoren tragen laut Experten vor allem genetische und familiäre Dispositionen zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko bei. Auch die Lebensweise spielt bei Krebserkrankungen eine große Rolle. So begünstigt beispielsweise Nikotin, kombiniert mit der Antibabypille, Krebserkrankungen.

Brustkrebs Früherkennung

Um Brustkrebs effektiv behandeln zu können ist es besonders wichtig, die Krankheit früh zu erkennen. Frauen ab 50 Jahren bekommen das regelmäßige Brustkrebs Screening von der Krankenkasse bezahlt. Doch auch für junge Frauen lohnt sich eine regelmäßige ärztliche Tastuntersuchung, die mit einiger Übung auch selbst durchgeführt werden kann.

Mammographie

Mit Hilfe einer Mammographie, einer Röntgenuntersuchung der Brust, können Krebserkrankungen frühzeitig erkannt werden. Die Röntgenuntersuchung wird von vielen Ärzten schon für Frauen ab 35 empfohlen. Anders als normale Röntgenuntersuchungen bringt eine Mammographie nut eine geringe Strahlenbelastung mit sich.

Therapien bei Brustkrebs

Brustkrebs kann heutzutage mit unterschiedlichen Methoden behandelt werden - je nach dem, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist kommen eine Hormon- oder Strahlentherapie sowie chirurgische Maßnahmen in Frage. Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind, können hoffen: Ständig werden neue Behandlungsmöglichkeiten entdeckt.

Brustkrebs Hilfe

Die Diagnose Brustkrebs ist für alle Frauen schlimm. Um Betroffene mit dieser Krankheit nicht alleine zu lassen, wurden zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen und Beratungszentren eingerichtet. Diese bieten nicht nur Informationen zu neuen Therapiemöglichkeiten und Kontakt zu ebenfalls an Brustkrebs erkrankten Frauen, sondern stehen bei Bedarf der gesamten Familie unterstützend zur Seite.

* Robert-Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung. Dachdokumentation Krebs. Broschüre: Krebs in Deutschland.

KURZ-INFO

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebsart bei Frauen. Beobachtungen der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister zufolge erkranken jedes Jahr rund 55.000 Frauen an Brustkrebs. Betroffen sind vor allem Frauen über 60 Jahre, in deren Familie die Krankheit bereits vorkam.