Medizinische Informationen über die weibliche Brust

Risikofaktoren für Brustkrebs

Jede Frau trägt ein individuelles Brustkrebsrisiko in ihrem Körper. Mediziner gehen davon aus, dass mehrere innere und äußere Einflüsse zusammenkommen müssen, um Brustkrebs auszulösen. Die meisten Brustkrebserkrankungen entwickeln sich spontan - eine eindeutige Ursache für die persönliche Erkrankung kann nicht festgestellt werden.

Studien haben ergeben, dass sich in der Vorgeschichte erkrankter Frauen häufig einer oder mehrere der folgenden Risikofaktoren fanden.

Alter und Geschlecht

Statistiken zeigen, dass Brustkrebserkrankungen bei jungen Frauen äußerst selten sind. Erst ab dem 40. und 50. Lebensjahr steigt das Brustkrebsrisiko um ein Vielfaches an. Aus diesem Grund wird ein Mammographie-Screening für Frauen zwischen 50 und 69 von der Krankenkasse übernommen.

Brustkrebs gilt als typische Frauenerkrankung - obwohl auch Männer an Brustkrebs erkranken können. Eine Krebserkrankung in der männlichen Brust ist allerdings sehr selten: nur einer von 100.000 Männern erkrankt an Brustkrebs.

Genetische und familiäre Faktoren

Das vermehrte Auftreten von Brustkrebs oder Eierstockkrebs in der Familie wurde neben Alter und Geschlecht ebenfalls als Risikofaktor für Brustkrebs identifiziert.

Hormonelle Faktoren

Brustkrebs ist laut Experten eng mit dem weiblichen Hormonhaushalt verbunden. So führt bei einigen Formen von Brustkrebs das Vorhandensein des weiblichen Sexualhormons Östrogen zu einem schnelleren Tumorwachstum.

So wurde beobachtet, dass Frauen, bei denen die Menstruation früh im Leben eingesetzt hat (unter 13 Jahren), einem erhöhten Brustkrebsrisiko ausgesetzt sind. Denn: Je länger die Zeitspanne ist, in der eine Frau Östrogene produziert, desto höher ist auch das Brustkrebsrisiko.

Umwelteinflüsse

Auch bei Brustkrebs spielen bestimmte Umweltfaktoren, beispielsweise radioaktive Strahlung, eine Rolle. Frauen, die während ihrer Kindheit Strahlungsdosen aufgrund eine Tumorbehandlung ausgesetzt waren, tragen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko in sich. Ebenfalls schädlich und langfristig Ursache vieler Krebsarten ist das Rauchen. Wer selber raucht oder sich oft in Gesellschaft rauchender Menschen befindet, hat generell ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken.

Lebensweise

Übergewicht, fettreiche Ernährung und ein hoher Alkoholkonsum tragen ebenfalls zur Erhöhung des Brustkrebs Risikos bei. Neue Studien haben ergeben, dass Frauen, die regelmäßig Sport treiben und sich dabei gesund ernähren, wesentlich seltener an Brustkrebs erkranken wie vergleichsweise unsportliche Frauen.

KURZ-INFO

Jede Frau trägt individuelle Risikofaktoren für Brustkrebs in sich. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl Lebensalter und Geschlecht, wie auch genetische und hormonelle Faktoren bei der Erkrankung eine Rolle spielen. Die Lebensweise ist der einzige aktiv zu beeinflussende Risikofaktor. Das heißt: weniger Alkohol, kein Nikotin, viel Bewegung.